Liebster Hajo,
nächste Woche bist Du ein Jahr tot und ich werde schon seit über einem Monat von Gedanken und Gefühlen an Dich überschwemmt und die Pastorin sagte mir, das sei so, wenn sich der Jahrestag nähere. Mag sein, ich habe es noch nie erlebt und muss es jetzt das erste Mal leben und Du fehlst mir so.
Das schlimmste ist das Gefühl, dass Du in Vergessenheit geraten könntest, das Leben geht einfach weiter und wenn das beschissene 100 Millionen Mal beschissen normal ist, komme ich damit grad nicht so gut klar.
Du fehlst. Einmal noch reden mit Dir.
Einmal nur.
Mein Liebster Hajo ist am 6. September 2010 ganz plötzlich an einer Lungenembolie gestorben. Vier Jahre habe ich ihn durch eine schwere Depression begleitet. Der Abschied fällt mir so schwer. Doch das Schreiben erleichtert mich und lässt mich ihm immer wieder nah sein.
Dienstag, 30. August 2011
Samstag, 13. August 2011
ob ich es jemals begreife?
Ich war heute wieder an Deinem Grab, es ist ja Samstag. Es ist so seltsam, Hajo, ich habe immer noch und immer wieder das Gefühl, Du bist noch da. Ich habe all das erlebt, was ich erlebt habe, aber Du bist trotzdem noch da. Ich kann das nicht erklären.
Hier zu Hause ändert sich so viel. Unser Freund Felix reißt grad im Vorgarten alle Bäume raus, es war ja nun fast komplett zugewuchert, er schafft da erstmal Ordnung. Unsere Nachbarn finden das gut und sie haben ja auch Recht, wenn sie sagen, ich müsse Platz für neues schaffen. Montag, wenn ich im Wendland bin, kommt der Elektriker, dann geht das mit dem Neuen weiter. Wenn ich wieder komme, wird sich schon wieder viel verändert haben.
Platz für Neues. Ja, Hajo, das ist richtig so. Und doch fällt mir das Loslassen immer noch schwer. Ich möchte Dich so oft fragen, wie ich was mit Linux machen muss, ich steh dann am Computer und kapiere was nicht und denke automatisch, macht nix, fragste gleich Hajo... bis mir dann einfällt, dass ich Dich nicht mehr fragen kann.
Mir fehlen unsere gemeinsamen Kochabende. Die es ja schon so lange nicht mehr gab, weil Du es nicht mehr geschafft hast mit Deiner Krankheit. Sie fehlen mir, Hajo, diese Abende, wo Du am Herd standest, mir aus Deinem Leben erzähltest und dabei so fröhlich warst. Heute dachte ich an unsere Urlaube in der Pfalz, wie glücklich wir waren, wenn wir endlich losfahren konnten. Ich denke da so gerne dran zurück. Unser erster Urlaub mit unserem kleinen roten Flitzerauto. Wie aufgeregt wir waren.
Ach Hajo. Das alles fehlt mir. Und das verrückte ist, dass ich es immer noch nicht glauben kann.
Hier zu Hause ändert sich so viel. Unser Freund Felix reißt grad im Vorgarten alle Bäume raus, es war ja nun fast komplett zugewuchert, er schafft da erstmal Ordnung. Unsere Nachbarn finden das gut und sie haben ja auch Recht, wenn sie sagen, ich müsse Platz für neues schaffen. Montag, wenn ich im Wendland bin, kommt der Elektriker, dann geht das mit dem Neuen weiter. Wenn ich wieder komme, wird sich schon wieder viel verändert haben.
Platz für Neues. Ja, Hajo, das ist richtig so. Und doch fällt mir das Loslassen immer noch schwer. Ich möchte Dich so oft fragen, wie ich was mit Linux machen muss, ich steh dann am Computer und kapiere was nicht und denke automatisch, macht nix, fragste gleich Hajo... bis mir dann einfällt, dass ich Dich nicht mehr fragen kann.
Mir fehlen unsere gemeinsamen Kochabende. Die es ja schon so lange nicht mehr gab, weil Du es nicht mehr geschafft hast mit Deiner Krankheit. Sie fehlen mir, Hajo, diese Abende, wo Du am Herd standest, mir aus Deinem Leben erzähltest und dabei so fröhlich warst. Heute dachte ich an unsere Urlaube in der Pfalz, wie glücklich wir waren, wenn wir endlich losfahren konnten. Ich denke da so gerne dran zurück. Unser erster Urlaub mit unserem kleinen roten Flitzerauto. Wie aufgeregt wir waren.
Ach Hajo. Das alles fehlt mir. Und das verrückte ist, dass ich es immer noch nicht glauben kann.
Samstag, 6. August 2011
wie jeden Samstag
Heute war ich, wie jeden Samstag, an Deinem Grab. Ich habe es neu machen lassen, mit Pinienholz, das sieht echt schön aus. Das Holzkreuz fängt schon an zu verwittern, so, wie Du es wolltest.
Und dann überfiel mich erneut eine tiefe Trauer, ich wollte grad die Blumen gießen, es war so eine schöne Stimmung, die Sonne schien, ich hörte Frauen sich unterhalten, der kleine Muxi legte sich auf die Wiese neben Dein Grab, das alles fühlte sich so schön an... und dann habe ich Dich so vermisst, Hajo, dann kam dieser Vermissungsschmerz, dieses Feuer, was dann in einem brennt, was sich nicht löschen lässt, was einfach nur weh tut und sonst gar nichts.
Dem kleinen Igel geht es wieder gut. Er ist sogar schon zutraulich geworden, das putzige kleine Kerlchen. Er ist auch alt, er hat es geschafft zu überleben.
Ich vermisse Dich so sehr.
Und dann überfiel mich erneut eine tiefe Trauer, ich wollte grad die Blumen gießen, es war so eine schöne Stimmung, die Sonne schien, ich hörte Frauen sich unterhalten, der kleine Muxi legte sich auf die Wiese neben Dein Grab, das alles fühlte sich so schön an... und dann habe ich Dich so vermisst, Hajo, dann kam dieser Vermissungsschmerz, dieses Feuer, was dann in einem brennt, was sich nicht löschen lässt, was einfach nur weh tut und sonst gar nichts.
Dem kleinen Igel geht es wieder gut. Er ist sogar schon zutraulich geworden, das putzige kleine Kerlchen. Er ist auch alt, er hat es geschafft zu überleben.
Ich vermisse Dich so sehr.
Sonntag, 31. Juli 2011
neue Fenster
Lieber Hajo, die neuen Fenster sind eingebaut, die ich mir nun leisten kann, weil Du mir Dein Erbe hinterlassen hast. Wie gerne hätte ich das alles mit Dir gemeinsam erlebt, doch es ist anders gekommen.
Die neuen Fenster würden Dir gefallen, vor allem würden sie die Kälte draußen halten, Du hast die letzten Jahre doch immer so gefroren.
Es ist so vieles neu geworden, seit Du nicht mehr bei mir bist, ich fange an, es zu genießen, Du fehlst mir, das wird sich auch nicht ändern, aber ich habe es annehmen können. Mein Leben ist nun ein anders, auch wenn das Leben mit Dir mir noch so unglaublich nah ist. Aber ich bin wieder fröhlich geworden, ich freue mich wieder an Dingen, ich kann meinen Alltag wieder genießen.
Heute habe ich einen alten sterbenden Igel gerettet, ich konnte ihn nicht den Fliegen und Maden überlassen, ich habe ihn mitnehmen müssen. Ihn gesäubert, alles ekelige Getier entfernt, erst hat er sich wehren wollen, doch als er merkte, dass ich ihm Gutes will, hat er still gehalten. Dann bin ich zum Tierarzt, drei Spritzen hat er bekommen, nun hoffen wir alle, dass er weiterleben darf.
Ich habe immerzu an Dich denken müssen. Vielleicht kannst Du ja ein wenig auf ihn aufpassen, damit es ihm noch ein Weilchen gut geht.
Liebe hört niemals auf, Hajo, niemals.
Die neuen Fenster würden Dir gefallen, vor allem würden sie die Kälte draußen halten, Du hast die letzten Jahre doch immer so gefroren.
Es ist so vieles neu geworden, seit Du nicht mehr bei mir bist, ich fange an, es zu genießen, Du fehlst mir, das wird sich auch nicht ändern, aber ich habe es annehmen können. Mein Leben ist nun ein anders, auch wenn das Leben mit Dir mir noch so unglaublich nah ist. Aber ich bin wieder fröhlich geworden, ich freue mich wieder an Dingen, ich kann meinen Alltag wieder genießen.
Heute habe ich einen alten sterbenden Igel gerettet, ich konnte ihn nicht den Fliegen und Maden überlassen, ich habe ihn mitnehmen müssen. Ihn gesäubert, alles ekelige Getier entfernt, erst hat er sich wehren wollen, doch als er merkte, dass ich ihm Gutes will, hat er still gehalten. Dann bin ich zum Tierarzt, drei Spritzen hat er bekommen, nun hoffen wir alle, dass er weiterleben darf.
Ich habe immerzu an Dich denken müssen. Vielleicht kannst Du ja ein wenig auf ihn aufpassen, damit es ihm noch ein Weilchen gut geht.
Liebe hört niemals auf, Hajo, niemals.
Sonntag, 24. Juli 2011
Zwischengedanken
Es sind derzeit Tage, da ist mir schwer ums Herz, da kreisen mir die Gedanken, passend zum regnerischen Wetter und dem seit Tagen grauverhangenen Himmel. Mein Leben sortiert sich neu, Hajo, es sortiert sich mit Dir als Vergangenheit, es ist der Abschied, an den ich immer wieder denke, es sind Zwischengedanken, die ich mir mache. Zwischengedanken an diesen Zwischentagen, zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, die ich noch ausgestalten muss, die ich noch nicht gefunden habe, meine Zukunft ohne Dich.
Du fehlst mir so sehr.
Du fehlst mir so sehr.
Freitag, 22. Juli 2011
für Dich
In den letzten Tagen haben viele Menschen mit mir Kontakt aufgenommen, mich angesprochen, virtuell, am Telefon oder beim Spaziergang, vor der Haustüre, sie sind aufmerksam geworden auf meinen Blog für Dich. Gestern sprach ich mit unserem gemeinsamen Freund Felix, der mir sagte, wie gerne Du mit mir gelebt hast, wie sehr es Dir gefiel, dass ich alles mit Dir teilte.
Und mir ist wieder einmal klar geworden, was Liebe für mich bedeutet, was uns beide verbunden hat und was wir einander hatten. Wir hatten uns, Hajo. Und wenn die ganze Welt zusammen bricht, wenn alles sinnlos wird oder zerstört, wenn schlimmes kommt oder alles verloren geht, so wird es nicht kommen, das ist mir klar, doch selbst wenn es so wäre, in mir ist eine große Ruhe, eine Zufriedenheit, die sich durch all die Trauer wühlt, die noch da ist: ich habe Dich geliebt.
Das ist mein Apfelbäumchen. Und wenn ich wüsste, morgen geht die Welt unter, so weiß ich doch, es blüht in mir. Unsere Liebe zueinander kann uns niemand nehmen. Niemand. Auch der Tod nicht.
Mittwoch, 6. Juli 2011
Morgenrot
Heute Morgen schaute ich aus dem Fenster und dachte an Dich. Den ganzen Tag dachte ich an Dich. Dann hatte ich einen Termin bei unserem Bankmann und wir sprachen über Dich. Und dann kam ich nach Hause und sah Dein Bild, wie Du in Hamburg in der Fußgängerzone standest.
Und in mir war ein Schmerz, den ich nicht beschreiben kann, Hajo, ich habe Dich so nah gespürt, so körperlich nahe, ich hätte Dich anfassen mögen, so nah warst Du mir.
Du fehlst mir. Dein Mut fehlt mir. Dein Stehaufmännchendenken fehlt mir. Dein Humor fehlt mir. Alles von Dir fehlt mir. Es war ein langer Abschied, denn schon lange vor Deinem Tod hast Du durch Deine Krankheit all das verloren. In mir ist ein Schmerz Hajo. Wir wollten gemeinsam alt werden. Es ist anders gekommen. Nun muss ich alleine weiter leben. Ich schaffe das, Du hättest das gewollt, ich weiß das, aber noch ist da vor mir dieser Berg aus Schmerz, aus Sehnsucht, aus Tränen und aus Vermissen.
Ich vermisse Dich unendlich. Unendlich.
Und in mir war ein Schmerz, den ich nicht beschreiben kann, Hajo, ich habe Dich so nah gespürt, so körperlich nahe, ich hätte Dich anfassen mögen, so nah warst Du mir.
Du fehlst mir. Dein Mut fehlt mir. Dein Stehaufmännchendenken fehlt mir. Dein Humor fehlt mir. Alles von Dir fehlt mir. Es war ein langer Abschied, denn schon lange vor Deinem Tod hast Du durch Deine Krankheit all das verloren. In mir ist ein Schmerz Hajo. Wir wollten gemeinsam alt werden. Es ist anders gekommen. Nun muss ich alleine weiter leben. Ich schaffe das, Du hättest das gewollt, ich weiß das, aber noch ist da vor mir dieser Berg aus Schmerz, aus Sehnsucht, aus Tränen und aus Vermissen.
Ich vermisse Dich unendlich. Unendlich.
Freitag, 1. Juli 2011
Freude und Schmerz
Mein lieber Hajo, nun ist wieder ein Abschied an der Reihe, diesmal von unserem Auto. Es ist grad über den TÜV und da streikte der Motor. Es ist die Elektronik, was wir schon oft vermutet hatten, denn wenn wir in Urlaub fuhren, passierte uns das gleiche. Nun gut, jedenfalls lohnt eine umfassende Reparatur nicht mehr, ich gebe ihn in Zahlung für ein neues Auto. Auch wieder ein Opel, einen gebrauchten Micro-Van, so nennen sich die Teile. In blau oder gelb, am liebsten wäre mir ja gelb ;-))))
Ich kann das noch gar nicht so recht fassen, dass ich bald unser Auto nicht mehr habe, dass ich bald mit einem Auto rumfahre, was nur mir gehört, nur zu meinem Leben, zu meiner Erinnerung, wieder etwas, was mit Dir nichts mehr zu tun hat.
Ich schaue mir die neue Marke an, freue mich auf das kleine Auto... und Minuten später durchfährt mich ein Schmerz, der Schmerz des "nie wieder".
Es gibt immer noch Augenblicke, Hajo, wo ich es nicht glauben kann, wo es so unglaublich ist und wo ich das Gefühl habe, bald wache ich auf, bald, und dann ist der Spuk endlich vorbei...
Du kommst nie wieder. Eine Wahrheit, die noch nicht vollständig bei mir angekommen ist. Wird sie es jemals?
Dienstag, 7. Juni 2011
Deine Kerze
Heute war die Pastorin da und hat Deine Kerze vorbeigebracht, die beim Abschiedsabend der Trauergruppe für jeden Verstorbenen aufgestellt wurde.
Für Dich stand auch ein Kerzlein da, Hajo, das brennt jetzt auf meinem Tisch.
Wir sprachen darüber, wie stark mein Wunsch oft noch ist, mit Dir zu teilen, Erinnerungen, Erlebnisse, Gefühle und Gedanken.
Gute Nacht!
Für Dich stand auch ein Kerzlein da, Hajo, das brennt jetzt auf meinem Tisch.
Wir sprachen darüber, wie stark mein Wunsch oft noch ist, mit Dir zu teilen, Erinnerungen, Erlebnisse, Gefühle und Gedanken.
Gute Nacht!
Sonntag, 29. Mai 2011
Besuch
Gestern haben wir Dich besucht, es war ein sonniger Tag und so verweilten wir an Deinem Grab. Es ist seltsam, Hajo, aber es gibt Momente, da kann ich es immer noch nicht glauben, dass ich nun ohne Dich lebe. Und es gibt Momente, da kommt ein solcher Schmerz, dass ich denke, es geht nicht mehr weiter. Und dann kommen wieder glückliche Augenblicke, die mich mein neues Leben genießen lassen.
Aber immer, immer wieder, immer noch, immer immer immer fehlst Du mir.
Aber immer, immer wieder, immer noch, immer immer immer fehlst Du mir.
Sonntag, 22. Mai 2011
schwere Tage
Liebster Hajo, es sind wieder schwere Tage, die ich durchlebe, denn ich fühle wieder einmal eine große Sehnsucht nach unserer Verbundenheit. Es ist immer ein Auf und Ab, was derzeit mein Leben bestimmt. Tage, an denen ich glücklich bin, weil ich mir mein neues Leben so eingerichtet habe, wie ich es mir wünschte, Tage, an denen ich verzweifelt bin, dass ich mit Dir nichts mehr teilen kann.
Ich komme mit all dem klar, ich schaffe es, aber es kostet mich unglaublich viel Kraft. Gestern habe ich alte Visitenkarten gefunden, aus der Pfalz, die Du gesammelt hattest. Da brach wieder alles zusammen, was ich mir grad mühsam aufgebaut habe, da kam ein Schmerz, der tat so unglaublich weh. Du fehlst mir so sehr.
Unsere Reisen durch die Pfalz, wenn ich daran denke, dann ist in mir ein so großer Schmerz, so eine Sehnsucht, ich erinnere so vieles, es sind schöne Erinnerungen, aber derzeit rauben sie mir die Kraft.
Ich weiß, Hajo, all das wird vorüber gehen. Doch Du fehlst mir so. Du fehlst mir so sehr.
Ich komme mit all dem klar, ich schaffe es, aber es kostet mich unglaublich viel Kraft. Gestern habe ich alte Visitenkarten gefunden, aus der Pfalz, die Du gesammelt hattest. Da brach wieder alles zusammen, was ich mir grad mühsam aufgebaut habe, da kam ein Schmerz, der tat so unglaublich weh. Du fehlst mir so sehr.
Unsere Reisen durch die Pfalz, wenn ich daran denke, dann ist in mir ein so großer Schmerz, so eine Sehnsucht, ich erinnere so vieles, es sind schöne Erinnerungen, aber derzeit rauben sie mir die Kraft.
Ich weiß, Hajo, all das wird vorüber gehen. Doch Du fehlst mir so. Du fehlst mir so sehr.
Donnerstag, 12. Mai 2011
ganz alleine
Sonntag war ich das erste Mal ohne Dich auf einem Flohmarkt. Monatelang war das für mich unmöglich, hast Du in mir doch erst die Liebe zu dem alten Trödel entfacht. Es ging, Hajo, es ging wirklich gut, es war sogar schön, auch wenn Du mir gefehlt hast. Ich habe es geliebt, mit Dir über die Flohmärkte zu schlendern, wie oft haben wir über unser Wochenende in Hamburg gesprochen, als Du mir "Deine" Flohmärkte zeigtest.
Dann wurdest Du krank und ohne Dich wollte ich keinen Flohmarkt mehr besuchen. Und nun, nun beginne ich ein neues Leben und so habe ich mir vorgenommen, auf den Flohmarkt zu gehen, ganz alleine. Aber glaub mir, Liebster, Du warst bei jedem Schritt dabei.
Dann wurdest Du krank und ohne Dich wollte ich keinen Flohmarkt mehr besuchen. Und nun, nun beginne ich ein neues Leben und so habe ich mir vorgenommen, auf den Flohmarkt zu gehen, ganz alleine. Aber glaub mir, Liebster, Du warst bei jedem Schritt dabei.
Sonntag, 1. Mai 2011
Holzkreuz
Heute haben wir Dich besucht, Muxi und ich, Bienchen schläft ja aushäusig, wir haben das neue Holzkreuz bewundert, was Du Dir gewünscht hast. Es ist schön geworden, so, wie Du es haben wolltest, schlicht und einfach. Und es sollte verwittern. Das wolltest Du.
Und der Mensch heißt Mensch
Weil er irrt und weil er kämpft
Und weil er hofft und liebt,
Weil er mitfühlt und vergibt
Und weil er lacht
Und weil er lebt
Du fehlst
Herbert Grönemeyer
Weil er irrt und weil er kämpft
Und weil er hofft und liebt,
Weil er mitfühlt und vergibt
Und weil er lacht
Und weil er lebt
Du fehlst
Samstag, 30. April 2011
"Meine Trauer wird dich finden"
Ich habe mir ein Buch bestellt über die Trauer, über den Verlust eines geliebten Menschen. Darin geht es um einen ganz neuen Ansatz in der Trauerpsychologie, es ist von Roland Kachler, der seinen 16jährigen Sohn durch einen Unfall verloren hat, und heißt "Meine Trauer wird dich finden".
Es geht ihm nicht um das Loslassen des Toten, sondern darum, was an Liebe für den Verstorbenen bei den Lebenden bleiben kann. Schon nach den ersten Seiten ging es mir besser, fühlte ich mich verstanden und aufgehoben.
Hajo ist tot. Aber seine Liebe ist für mich da und meine Liebe für ihn. Daran wird sich nichts ändern.
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
Es geht ihm nicht um das Loslassen des Toten, sondern darum, was an Liebe für den Verstorbenen bei den Lebenden bleiben kann. Schon nach den ersten Seiten ging es mir besser, fühlte ich mich verstanden und aufgehoben.
Hajo ist tot. Aber seine Liebe ist für mich da und meine Liebe für ihn. Daran wird sich nichts ändern.
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
Mittwoch, 20. April 2011
Montag, 18. April 2011
was Du mir hinterlassen hast
Mein Liebster, nun sind alle die Dinge geklärt, die geklärt werden mussten, damit ich Dein Erbe antreten kann. Du hast mir so viel hinterlassen. Bei all den Werten, die ich jetzt mein eigen nenne, sind die wunderschönen Erinnerungen an unsere gemeinsame gesunde Zeit doch mit das Wertvollste, Hajo, was Du mir hinterlassen hast.
Dafür werde ich Dir immer dankbar sein.
Dafür werde ich Dir immer dankbar sein.
Mittwoch, 13. April 2011
Unser Auto, unsere Hunde...
Ich glaube, wenn man Witwe geworden ist, dann gibt es eine Zeit des unser und eine Zeit des meins. Und die Unser-Zeit, die wächst in die Meins-Zeit hinein. Bienchen und Mäxchen werden immer unsere Hunde bleiben, und der olle Opel immer unser oller Opel. So vieles ist unser, auch wenn es jetzt meins ist.
Ich versuche damit zu leben.
Samstag, 9. April 2011
Für wieviel Personen?
Heute war ich auf dem Markt, es ist Samstag. Ich habe Fisch gekauft, ich ess doch so gerne Fisch. Hajo hat auch gerne Fisch gegessen. Und dann fragte mich die Marktfrau, für wieviel Personen ich denn Fisch brauche.
Ich habe nicht antworten können. Die Trauer überkam mich. Von jetzt auf gleich.
Ich fahre jetzt erstmal zum Friedhof. Samstag ist Friedhoftag.
Ich habe nicht antworten können. Die Trauer überkam mich. Von jetzt auf gleich.
Ich fahre jetzt erstmal zum Friedhof. Samstag ist Friedhoftag.
Sonntag, 3. April 2011
Dampflok
Das war 1999, wir warteten am grad im Ausbau befindlichen Bahnhof meiner Heimatstadt auf eine Dampflokomotive, die als Attraktion da vorbei kommen sollte.
Wir haben in den folgenden Jahren viele wunderschöne Dampfloktouren gemacht, einmal sogar mit unseren Hunden.
Mit Hajo hat all das eine solche Freude gemacht. Dies werde ich in meiner Erinnerung behalten. Auch unsere Touren zu diversen Flohmärkten, vor allem in Hamburg, das war einfach nur schön.
Ich liebe Flohmärkte, aber ich war schon lange auf keinem mehr. Die Erinnerung überflutet mich noch. Irgendwann schaff ich das. Versprochen Hajo!!
Wir haben in den folgenden Jahren viele wunderschöne Dampfloktouren gemacht, einmal sogar mit unseren Hunden.
Mit Hajo hat all das eine solche Freude gemacht. Dies werde ich in meiner Erinnerung behalten. Auch unsere Touren zu diversen Flohmärkten, vor allem in Hamburg, das war einfach nur schön.
Ich liebe Flohmärkte, aber ich war schon lange auf keinem mehr. Die Erinnerung überflutet mich noch. Irgendwann schaff ich das. Versprochen Hajo!!
Dienstag, 22. März 2011
Herzlichen Glückwunsch Liebster
Heute wäre Dein Geburtstag gewesen, ich habe Dir Blumen gemalt, weil ich doch nicht an Deinem Grab sein kann. Du hast Blumen so geliebt. Es sind Phantasieblumen, aber ich hoffe, sie gefallen Dir.
Dienstag, 8. März 2011
annehmen
Ich habe mich verändert, Hajo, ich bin eine Andere geworden ohne Dich. Ich habe viel gelernt in dieser Klinik, in der ich immer noch bin. Ich habe zulassen müssen, wie schwer Du erkrankt warst, und zwar an Leib UND an Deiner Seele. Ich habe ebenso zulassen müssen, dass ich Dir nicht helfen konnte. Und, das war mit das Schmerzhafteste, ich habe Deine Entscheidung akzeptiert, dieses Leben nicht mehr leben zu wollen.
Immer und immer wieder habe ich solche Sehnsucht nach Dir. Dies wird mich für den Rest meines Lebens begleiten.
Aber, ich habe Dich angenommen, so wie Du bist. Wie Du warst. Und wie Du immer für mich sein wirst.
Bleibe an meiner Seite
auf meiner Wegstrecke
die ins Ungewisse führt
Bleibe an meiner Seite
bis ich selbst
das Ziel erkennen kann
Du, mein Freund
bleibe an meiner Seite
bis ich morgen
meinen Weg alleine gehe
Bleibe an meiner Seite
und ich werde übermorgen
dich begleiten.
Margot Bickel
Immer und immer wieder habe ich solche Sehnsucht nach Dir. Dies wird mich für den Rest meines Lebens begleiten.
Aber, ich habe Dich angenommen, so wie Du bist. Wie Du warst. Und wie Du immer für mich sein wirst.
Bleibe an meiner Seite
auf meiner Wegstrecke
die ins Ungewisse führt
Bleibe an meiner Seite
bis ich selbst
das Ziel erkennen kann
Du, mein Freund
bleibe an meiner Seite
bis ich morgen
meinen Weg alleine gehe
Bleibe an meiner Seite
und ich werde übermorgen
dich begleiten.
Margot Bickel
Freitag, 18. Februar 2011
Ich habe Dir Blumen ans Grab gebracht
denn heute ist unser Hochzeitstag!
Liebster, ich bin in der psychosomatischen Klinik, wo ich schon lange hin wollte und wo ich nach Deinem Tod auch hin musste. Heute die erste Stunde Mal-Therapie, ich habe Dir das Bild gemalt, weil doch heute unser Tag ist.
Ich glaube, langsam kann ich Dich ganz gehen lassen. Aber nur langsam, der Gedanke schmerzt und ich vermisse Dich noch immer so sehr.
Samstag, 5. Februar 2011
Du fehlst mir so
So, Hajo, so werde ich Dich in Erinnerung behalten, verschmitzt lachend, in dem winzigen Bahnmuseum auf dem Königstuhl in Heidelberg. Reingeschlichen hast Du Dich, ich trau mich ja sowas nicht. Von draußen durch die Scheibe habe ich Dich fotografiert.
Damals ging es Dir schon sehr schlecht. Es war ein halbes Jahr vor Deinem Tod.
Diese Tage jetzt, die sind sehr schwer für mich. Ich weiß nicht warum ausgerechnet jetzt, Hajo, aber ich muss ständig weinen.
Eine alte Freundin von Dir schrieb mir heute, dass Du mit Sicherheit wolltest, dass es mir gut geht. Ich werde auch wieder lachen können, wenn ich an Dich denke, versprochen, derzeit aber muss ich weinen.
Du fehlst mir so.
Damals ging es Dir schon sehr schlecht. Es war ein halbes Jahr vor Deinem Tod.
Diese Tage jetzt, die sind sehr schwer für mich. Ich weiß nicht warum ausgerechnet jetzt, Hajo, aber ich muss ständig weinen.
Eine alte Freundin von Dir schrieb mir heute, dass Du mit Sicherheit wolltest, dass es mir gut geht. Ich werde auch wieder lachen können, wenn ich an Dich denke, versprochen, derzeit aber muss ich weinen.
Du fehlst mir so.
Sonntag, 30. Januar 2011
so habe ich Dich kennen gelernt
Weißt Du noch, wie Du am Bahnhof angekommen bist und wir uns das erste Mal gesehen haben? Es war der 4. November 1998. Du bist gekommen und geblieben, es stimmte einfach und dann warst Du da und wir waren zusammen. Kennen gelernt haben wir uns zwei Jahre vorher, doch ergab sich nie die Gelegenheit und als sie dann da war, da wussten wir beide gleich, wir sind füreinander bestimmt. Das hört sich für viele vielleicht kitschig an, Rosamunde Pilcher im Neanderthal, aber so war es. Du hast lange Jahre allein in Hamburg gelebt und nach der Pleite der Firma, wo Du als EDV'ler gearbeitet hast, war es recht einsam um Dich geworden. Doch, so hast Du mir erzählt, Du wusstest immer, irgendwo auf der Welt ist eine Frau für Dich, die zu Dir hält und mit Dir alt werden will.
So war es ja auch und wir haben unser gemeinsames Leben lange Zeit genossen und geliebt, bist Du krank geworden bist. Danach war es oft schwer für uns Beide, aber wir hatten uns versprochen, wie in guten so in schlechten Zeiten und auch dieses Versprechen haben wir gehalten.
Bald ist es ein halbes Jahr her, dass ich Dich gehen lassen musste, ich will das gar nicht glauben, Hajo, es kommt mir vor wie gestern. Und war es nicht erst gestern, wo der Polizeiarzt zu mir kam und sagte, sie hätten nichts mehr für Dich tun können? Wo ich auf dem Flur der Intensivstation die Schritte seiner schweren Einsatzstiefel hörte, die immer näher kamen?
Ich weiß noch, wie wir einen Freund von Dir in Hamburg besuchten, zu dem Du fast den Kontakt verloren hattest. Und der nicht glauben wollte, dass Du verheiratet bist. 'Hajo ist sesshaft geworden?' fragte er mich völlig ungläubig und doch verschmitzt lachend, und als Du ihm erzähltest, dass Du jetzt in einem Dorf wohnst in einem kleinen Häuschen, da meinte er, tja, wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie meist und beim Abschied wünschte er uns viel Glück.
Glück hatten wir, Hajo, das Glück unserer gemeinsamen Urlaube in der Pfalz. Alte-Leute-Urlaube habe ich sie immer genannt, und sie haben mir so gut gefallen. Du hast mir Deine geliebte Pfalz gezeigt und so oft wir konnten, waren wir dort.
Man darf es ja keinem erzählen ;-)))) aber unsere gemeinsame Leidenschaft war es, durch die Küchenabteilungen der Kaufhäuser zu schlendern und uns Kochutensilien auszusuchen ;-)))) Noch heute sieht meine Küche aus wie ein Kochtopflager ;-)))) Für jedes Gericht einen speziellen Topf, für den Gasherd, für den Elektroherd, für den Backofen ;-)))
Ja, Hajo, viele haben darüber geschmunzelt, aber ich fand es einfach nur schön. Ich habe unsere gemeinsamen Kochfeiern geliebt. Deine Gerichte in den gusseisernen Schmortöpfen, denn natürlich hatten wir nicht nur einen, wir hatten x.
Ich muss heute noch lachen, wenn ich an die Bestellung bei unserem Winzer denke, wir hatten uns mit der Bestellmenge völlig vertan und auf einmal einen Keller voller Weinflaschen ;-)))) und ein leeres Konto ;-))))
Und als wir uns 2002 den kleinen roten Flitzer kauften, den Du so geliebt hast. Wie wir das erste Mal mit ihm in die Pfalz fuhren. Ich erinnere es noch genau.
Ist das nicht alles erst gestern gewesen, Hajo?
Dienstag, 25. Januar 2011
und wieder ein Abschied
Heute wurden Deine alten Kisten abgeholt, an denen Du so gehangen hat. Alte Kabel, alte Platten, all der Computerkram, der Dir mal so wichtig war.
Ach Hajo, ich muss mich davon trennen, der ganze Keller war voll damit und ich kann doch nichts damit anfangen. Aber es fällt mir doch unsagbar schwer, diese Dinge endgültig herzugeben.
Ein Trost, sie sind bei einem Unix-Liebhaber gelandet, wie Du ja auch einer warst ;-))))
Aber es geht wieder etwas zu Ende. Und das ist verdammt nicht leicht zu ertragen.
Ach Hajo, ich muss mich davon trennen, der ganze Keller war voll damit und ich kann doch nichts damit anfangen. Aber es fällt mir doch unsagbar schwer, diese Dinge endgültig herzugeben.
Ein Trost, sie sind bei einem Unix-Liebhaber gelandet, wie Du ja auch einer warst ;-))))
Aber es geht wieder etwas zu Ende. Und das ist verdammt nicht leicht zu ertragen.
Dienstag, 18. Januar 2011
Deine Ideen
Liebster, ich habe auf meinem Server die alten Seiten von Dir gefunden, wo Du Deine Ideen leben wolltest und teilweise auch gelebt hast. Die meisten Links funktionieren nicht mehr, weil es sie nicht mehr gibt, aber man kann dennoch erkennen, was Deine Ideen waren und was Du gemacht hast, so voller Elan.
Gestern war ich wieder bei der Trauergruppe der evangelischen Kirche. Es hat mir so gut getan. Und es hat mir gezeigt, dass es richtig ist zu trauern. So schwer es auch ist, aber es ist richtig so.
Und überall sind Spuren von Dir...
Gestern war ich wieder bei der Trauergruppe der evangelischen Kirche. Es hat mir so gut getan. Und es hat mir gezeigt, dass es richtig ist zu trauern. So schwer es auch ist, aber es ist richtig so.
Und überall sind Spuren von Dir...
Montag, 17. Januar 2011
Deine Spuren im Netz
Liebster, oft suche ich nach Dir, dort, wo wir uns 1996 kennen lernten, als es noch kein WWW gab und Internet nur was für Experten war: im Netz. Als wir in technischen Foren von Mailboxen diskutierten und ich fachliche Hilfe suchte. Und "per Zufall" auf diesen Freak da in Hamburg stieß.
Und immer wieder finde ich Dich...
hier und hier und hier und überall...
Und immer wieder finde ich Dich...
hier und hier und hier und überall...
Montag, 10. Januar 2011
meine Gedanken
Weißt Du, Hajo, woran ich immer wieder denken muss? An Deine Hoffnungen und Wünsche, als Du ein kleiner Junge warst. Was davon hat sich erfüllt, was nicht? Manchmal tut es mir sehr weh, wenn ich an Deine Erzählungen denke und Deine Verzweifelung heute noch spüren kann.Ich weiß jetzt, Hajo, dass nichts geht ohne die Liebe. Nichts. Nichts hat einen wirklichen Wert, wenn es nicht erfüllt ist mit Liebe.
10 Jahre waren wir verheiratet und ich hoffe, dass unsere Liebe ein wenig von dem gut gemacht hat, was Dir im Leben versagt blieb.
Ich denke so sehr an Dich!
Samstag, 1. Januar 2011
ungewöhnlicher Jahreswechsel
Mein lieber Hajo,
gestern haben wir das neue Jahr das erste Mal nach so vielen Jahren ohne Dich begrüßt, da ich seit einer Woche so furchtbar grippekrank bin, lag ich schnell danach im Bett und dort wurde mir wieder klar, wie sehr ich Dich vermisse!!
Meine Gäste haben sich dann ohne mich vergnügt und aus dem Keller eine große Holzplatte hochgeschafft und darauf bis zum Morgengrauen ein Akrylbild gemalt. Das wird bald im Wohnzimmer hängen.
Es hat sich so viel verändert hier, Hajo, was ja gut für mich ist. Ich muss ja weiterleben, muss nun ohne Dich planen und meinen Alltag ohne Dich gestalten. Aber es fällt mir noch so schwer. Denn ich kann es immer noch nicht wirklich glauben. Das klingt seltsam, aber so ist es. Ständig fallen mir Dinge ein, die ich Dir erzählen will, die Du unbedingt wissen musst... um dann völlig ungläubig festzustellen, das geht ja gar nicht mehr.
Irgendwie bist Du immer noch da, auch wenn ich Dich nicht sehen kann. Aber ich fühle Dich, ich fühle Deine Nähe. Für uns Beide gibt es kein gemeinsames neues Jahr mehr. Das ist ein Gedanke, den ich erst erlernen muss und den Schmerz muss ich aushalten.
Ich schaff das, Hajo, ich hätte nur so gerne noch so viel mit Dir erlebt. Wir wollten doch gemeinsam alt werden. Hatten wir es uns nicht vorgenommen? Leb wohl, Liebster, ich vermisse Dich unendlich!
gestern haben wir das neue Jahr das erste Mal nach so vielen Jahren ohne Dich begrüßt, da ich seit einer Woche so furchtbar grippekrank bin, lag ich schnell danach im Bett und dort wurde mir wieder klar, wie sehr ich Dich vermisse!!
Meine Gäste haben sich dann ohne mich vergnügt und aus dem Keller eine große Holzplatte hochgeschafft und darauf bis zum Morgengrauen ein Akrylbild gemalt. Das wird bald im Wohnzimmer hängen.
Es hat sich so viel verändert hier, Hajo, was ja gut für mich ist. Ich muss ja weiterleben, muss nun ohne Dich planen und meinen Alltag ohne Dich gestalten. Aber es fällt mir noch so schwer. Denn ich kann es immer noch nicht wirklich glauben. Das klingt seltsam, aber so ist es. Ständig fallen mir Dinge ein, die ich Dir erzählen will, die Du unbedingt wissen musst... um dann völlig ungläubig festzustellen, das geht ja gar nicht mehr.
Irgendwie bist Du immer noch da, auch wenn ich Dich nicht sehen kann. Aber ich fühle Dich, ich fühle Deine Nähe. Für uns Beide gibt es kein gemeinsames neues Jahr mehr. Das ist ein Gedanke, den ich erst erlernen muss und den Schmerz muss ich aushalten.
Ich schaff das, Hajo, ich hätte nur so gerne noch so viel mit Dir erlebt. Wir wollten doch gemeinsam alt werden. Hatten wir es uns nicht vorgenommen? Leb wohl, Liebster, ich vermisse Dich unendlich!
Sonntag, 26. Dezember 2010
ich habe es überlebt
Weihnachten ist nun vorbei, Hajo, der Weihnachtsschmuck bleibt zwar noch eine Weile, aber die schönen Glitzergefühle, die Erwartung, all das muss jetzt wieder ein Jahr warten. Es war mein erstes Weihnachtsfest ohne Dich und ich habe es überlebt.
Weißt Du, was mir in den Kopf gekommen ist? Ich muss nun weiterleben ohne Dich, ja klar, das ist logisch, das ist so, aber ich fange erst jetzt an es irgendwie in meine Sinne zu lassen. Meine Zukunft auf dieser Erde hat nichts mehr mit Dir zu tun und das kommt mir unfassbar vor. Allein diesen Gedanken zu denken ist unglaublich.
Du warst so ein fester Teil meines Lebens, auf Dich habe ich mich bezogen, an Dich habe ich bei allem gedacht, weil unsere Leben nun einmal so verwoben waren, wie sie verwoben sind, wenn man miteinander alt werden will.
Ach Hajo, glaub mir, ich begreife es immer noch nicht.
Gute Nacht Liebster!
Weißt Du, was mir in den Kopf gekommen ist? Ich muss nun weiterleben ohne Dich, ja klar, das ist logisch, das ist so, aber ich fange erst jetzt an es irgendwie in meine Sinne zu lassen. Meine Zukunft auf dieser Erde hat nichts mehr mit Dir zu tun und das kommt mir unfassbar vor. Allein diesen Gedanken zu denken ist unglaublich.
Du warst so ein fester Teil meines Lebens, auf Dich habe ich mich bezogen, an Dich habe ich bei allem gedacht, weil unsere Leben nun einmal so verwoben waren, wie sie verwoben sind, wenn man miteinander alt werden will.
Ach Hajo, glaub mir, ich begreife es immer noch nicht.
Gute Nacht Liebster!
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Frohe Weihnachten!!
Liebster,
ich bin nun im Wendland und feiere Weihnachten mit meiner Familie, meine Schwester ist aus dem Orient gekommen, wir haben den Baum geschmückt, d.h. Ahmed war es, der mit Begeisterung seinen ersten Weihnachtsbaum schmückte und sich wie jeck auf den "heiligen Abend" freut :-))))
Es ist alles anders, Hajo, komplett anders, und das ist gut so. Ich könnte es sonst nicht aushalten. Als Ahmed und ich gestern mit dem Baumschmücken fertig waren und ich mir begeistert unser Ergebnis anschaute, da wollte ich Dich gleich anrufen...
Du fehlst mir so sehr, gerade jetzt. Unsere Weihnachtsfeste, unsere Rituale, all das ist jetzt Vergangenheit, ich finde diesen Gedanken noch sehr sehr schwer.
Fröhliche Weihnachten, Hajo, wo immer Du jetzt bist!!
Ich werde an Dich Denken!
ich bin nun im Wendland und feiere Weihnachten mit meiner Familie, meine Schwester ist aus dem Orient gekommen, wir haben den Baum geschmückt, d.h. Ahmed war es, der mit Begeisterung seinen ersten Weihnachtsbaum schmückte und sich wie jeck auf den "heiligen Abend" freut :-))))
Es ist alles anders, Hajo, komplett anders, und das ist gut so. Ich könnte es sonst nicht aushalten. Als Ahmed und ich gestern mit dem Baumschmücken fertig waren und ich mir begeistert unser Ergebnis anschaute, da wollte ich Dich gleich anrufen...
Du fehlst mir so sehr, gerade jetzt. Unsere Weihnachtsfeste, unsere Rituale, all das ist jetzt Vergangenheit, ich finde diesen Gedanken noch sehr sehr schwer.
Fröhliche Weihnachten, Hajo, wo immer Du jetzt bist!!
Ich werde an Dich Denken!
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Du musst zugeben, Hajo...
...dass es ein schönes Bäumchen ist. Ich erfreue mich wirklich daran, aber es ist nicht das selbe wie mit Dir. Es steht nicht in "unserem" Wohnzimmer und es ist nicht echt. Wir haben es nicht ausgesucht und mit der immer gleichen Zeremonie geschmückt, Du in der Küche den Braten vorbereitend, ich mit Weihnachtsmusik die Kugeln aufhängend.
Das Leben geht weiter, Hajo, so sagen es doch alle immer und es ist so wahr wie es brutal ist: es geht einfach weiter. Es hält nicht an, obwohl Du nicht mehr da bist. Es hält nicht an, obwohl man vor seelischen Schmerzen schreien möchte. Es hält nicht an, obwohl Du fehlst und fehlst und fehlst und fehlst.
Es treibt einen weiter durch den Alltag, weiter weg von Dir, weiter weg von unserem gemeinsamen Leben, was nur noch in mir existiert. Als Erinnerung.
Das Leben geht weiter. Und wenn man noch so gerne stehen bleiben möchte, weil man den Schmerz der Schritte nicht mehr auszuhalten glaubt, es geht einfach weiter.
Dienstag, 14. Dezember 2010
und immer fehlst Du
Und immer noch denke ich, gleich kommst Du um die Ecke. Und alles ist wieder gut.
Gefällt Dir der Baum?
der Baum ist da
hier nun ist mein Baum. Aus Gummi, sieht man gar nicht, schrill. Es ist so ein komisches Gefühl "mein" Baum zu sagen. All die Jahre war es unser Baum, den wir sorgsam ausgesucht haben. Du hast Dich genauso wie ich darauf gefreut, dass er unsere Stube erhellte. Und als Du aufgrund deiner Krankheit nur noch unten geschlafen hast, hat er auch in der Nacht für Dich geleuchtet.
Jetzt ist unten unser wunderschönes WG-Esszimmer, es täte Dir gefallen. Aber dort kommt kein Baum hin, er wäre auch oft alleine. Nun habe ich oben bei mir dieses Gummibäumchen. Gleich werde ich es schmücken und dabei an unsere vielen Bäume denken, die wir all die Jahre hatten.
Weihnachten ohne Dich, ich kann es immer noch nicht ganz fassen.
Sonntag, 12. Dezember 2010
Frühstück in der WG
Liebster Hajo,
ich wohne ja nun wieder in einer WG, Du weißt, das habe ich früher schon gerne gemacht und es hat mir immer gut gefallen. WG ist schön, es ist alles verbindlich unverbindlich, manchmal chaotisch und oft lustig.
Und es ist so anders. Ja, WG gefällt mir, hat mir immer gefallen, aber da ist nun immer irgendwo ein Schmerz, der mich das Verbindliche, was wir beide lebten, vermissen lässt. Schmerzlich vermissen lässt.
Du fehlst mir. Darauf läuft es in allen Lebenssituationen hinaus. Du fehlst mir. Manchmal denke ich, och, geht ganz gut, kommste mit klar, und keine drei Minuten später weiß ich nicht, wie ich das weiter leben soll, dieses "ohne Dich".
Ich habe so eine Sehnsucht nach Dir.
ich wohne ja nun wieder in einer WG, Du weißt, das habe ich früher schon gerne gemacht und es hat mir immer gut gefallen. WG ist schön, es ist alles verbindlich unverbindlich, manchmal chaotisch und oft lustig.
Und es ist so anders. Ja, WG gefällt mir, hat mir immer gefallen, aber da ist nun immer irgendwo ein Schmerz, der mich das Verbindliche, was wir beide lebten, vermissen lässt. Schmerzlich vermissen lässt.
Du fehlst mir. Darauf läuft es in allen Lebenssituationen hinaus. Du fehlst mir. Manchmal denke ich, och, geht ganz gut, kommste mit klar, und keine drei Minuten später weiß ich nicht, wie ich das weiter leben soll, dieses "ohne Dich".
Ich habe so eine Sehnsucht nach Dir.
Montag, 6. Dezember 2010
der letzte Urlaub
Als Du Tage später dann mit Dingen konfrontiert wurdest, die Dir sehr nahe gingen, da waren es diese schönen Erinnerungen an unsere gemeinsame Urlaube, die uns beide aufrecht gehalten haben.
Ich liebe dieses Foto, Hajo, wir beide im Spiegelbild, es war harmonisch dort oben. So war es mit uns. Urlaub konnten wir gut!
Es war unser letzter Urlaub, Hajo. Du fehlst mir so.
Sonntag, 5. Dezember 2010
Traditionen ändern
Liebster Hajo, ich muss dieses Jahr eine uns so wichtige Tradition ändern, denn ohne Dich ist sie nicht mehr das selbe, ohne Dich täte sie mir weh. Wir beiden haben uns immer einen Tag vor Heiligabend einen Weihnachtsbaum ausgesucht, ich durfte ihn nicht vor dem 24. schmücken, das wolltest Du auf keinen Fall. Und natürlich musste es ein echter Baum sein, was sonst. Und grüne Kugeln mochtest Du nicht und matt durften sie auch nicht sein.
Das war so eine schöne Tradition, wir haben das richtiggehend zelebriert, Du und ich.
Und dieses Jahr, da ist alles anders. Wir werden keinen gemeinsamen Baum mehr haben, unsere Rituale wird es nicht mehr geben, die ich so geliebt habe. Ich ersteigere grad einen Baum bei eBay, Du ahnst es, künstlich, aber schön künstlich ;-)))) So ein gebrauchtes Teil, was ganz anders aussieht als diese "normalen" künstlichen Bäume. Irgendwie selbstgebastelt. Den stelle ich jedenfalls lange vor dem 24. auf und werde ihn auch lange vorher schmücken. Ich muss alles anders machen, Hajo, weil das, was ich mit Dir hatte, das geht ohne Dich nicht. Das will ich in mir behalten, das soll nur noch in mir drin sein, als ein Teil von Dir und unserem gemeinsamen Leben.
Meine Weihnachtserinnerung an Dich!
Donnerstag, 2. Dezember 2010
ein letztes Gespräch
Heute erzählte mir unsere Hundefrau von Eurem letzten Gespräch. Sie brachte die Hunde zurück, es war der Tag, an dem Du starbst. Und Du hast sie zum Auto begleitet, das kurze Stück von der Haustüre zum Bürgersteig, was Du sonst nie machtest, so als wolltest Du sie nicht gehen lassen. Sie ist überzeugt, dass Du da schon etwas spürtest.
Du hast ihr von unseren Urlauben erzählt, von unserer gemeinsamen Zeit in der Pfalz, und wie schön es dort sei und wie wohl Du Dich dort fühlst. Und wie gerne wir beide dort hinfahren würden.
Es zerreißt mich immer wieder Hajo, wenn ich die Bilder betrachte, wenn ich an die schönen Nachmittage in den Weinlokalchen denke, in denen wir so gerne waren.
Sag mir, hört der Schmerz jemals auf?
Du hast ihr von unseren Urlauben erzählt, von unserer gemeinsamen Zeit in der Pfalz, und wie schön es dort sei und wie wohl Du Dich dort fühlst. Und wie gerne wir beide dort hinfahren würden.
Es zerreißt mich immer wieder Hajo, wenn ich die Bilder betrachte, wenn ich an die schönen Nachmittage in den Weinlokalchen denke, in denen wir so gerne waren.
Sag mir, hört der Schmerz jemals auf?
Samstag, 27. November 2010
Deine Dinge
Mein lieber Hajo,
so sah es nach Deiner Beerdigung aus, als ich mit meiner Schwester all Deine Dinge sortiert habe, die Dir Zeit Deines Lebens so wichtig waren. Viele davon hast Du immer bei Dir getragen.
Dein Zimmer ist nun Esszimmer geworden, es sieht wunderschön aus, ich glaube, es würde Dir auch gefallen. Deine Dinge habe ich nun auf ein Regal gestellt oder in einen Karton getan, einiges habe ich Deiner Schwester geschickt. Immer wieder betrachte ich mir etwas davon und dann versuche ich den Tod zu begreifen. Diese Dinge Hajo, die haben alle noch eine Bedeutung durch Dich. Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Weißt Du, man glaubt ja, wenn jemand tot ist, dann ist er nicht mehr da. Aber ich weiß nun, dass das nicht stimmt. Es ist immer noch etwas da.
Und diese Dinge von Dir, die erinnern mich daran, die lassen Dich da sein. Die Bedeutung ist nicht weg. Vieles war Dir sehr wichtig und dieses wichtig sein, das ist immer noch da. Ich kann das nicht beschreiben, es ist eben so ein Gefühl und es ist ganz stark.
Hier hat sich ja nun fast alles verändert, einiges grundlegend, aber Deine schwarze Lederjacke, an der Du so gehangen hast, die hängt immer noch über dem Stuhl, ich weiß nicht, wo ich sie hintun soll, der Stuhl ist schon die richtige Stelle.
Ich bin sehr traurig Hajo, aber ich bin froh, dass ich Dir hier schreiben kann. Du fehlst mir so sehr. Und ich musste damit irgendwo hin, ich musste es los werden, sonst hätte mich der Schmerz in die Knie gezwungen.
Gute Nacht Liebster!
so sah es nach Deiner Beerdigung aus, als ich mit meiner Schwester all Deine Dinge sortiert habe, die Dir Zeit Deines Lebens so wichtig waren. Viele davon hast Du immer bei Dir getragen.
Dein Zimmer ist nun Esszimmer geworden, es sieht wunderschön aus, ich glaube, es würde Dir auch gefallen. Deine Dinge habe ich nun auf ein Regal gestellt oder in einen Karton getan, einiges habe ich Deiner Schwester geschickt. Immer wieder betrachte ich mir etwas davon und dann versuche ich den Tod zu begreifen. Diese Dinge Hajo, die haben alle noch eine Bedeutung durch Dich. Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Weißt Du, man glaubt ja, wenn jemand tot ist, dann ist er nicht mehr da. Aber ich weiß nun, dass das nicht stimmt. Es ist immer noch etwas da.
Und diese Dinge von Dir, die erinnern mich daran, die lassen Dich da sein. Die Bedeutung ist nicht weg. Vieles war Dir sehr wichtig und dieses wichtig sein, das ist immer noch da. Ich kann das nicht beschreiben, es ist eben so ein Gefühl und es ist ganz stark.
Hier hat sich ja nun fast alles verändert, einiges grundlegend, aber Deine schwarze Lederjacke, an der Du so gehangen hast, die hängt immer noch über dem Stuhl, ich weiß nicht, wo ich sie hintun soll, der Stuhl ist schon die richtige Stelle.
Ich bin sehr traurig Hajo, aber ich bin froh, dass ich Dir hier schreiben kann. Du fehlst mir so sehr. Und ich musste damit irgendwo hin, ich musste es los werden, sonst hätte mich der Schmerz in die Knie gezwungen.
Gute Nacht Liebster!
Donnerstag, 25. November 2010
unser Weihnachten naht
Lieber Hajo, nun ist bald Weihnachten und ich fange an, unser Haus zu schmücken. Du weißt ja, wie viel Freude mir das immer bereitet. Ich weiß noch, wie Du hier eingezogen bist, wie wir uns gemeinsam auf unser erstes Weihnachtsfest freuten und Du mir erzählt hast, wie gerne Du dieses Fest magst und wie oft Du es alleine in Hamburg verbracht hast. Und doch immer eine Freude hattest.
Wir haben es uns Weihnachten hier immer gemütlich gemacht. Immer. Wir haben beide dieses Fest geliebt. Und als dann Deine Krankheit kam, da verschwand so langsam die Freude aus Deinem Herzen. Da kam eine Schwere, die uns beide viel Kraft kostete. Und dennoch haben wir Weihnachten gefeiert, immer mit einer Flugente vom Carlsplatz. Und handgemachten Klößen. Jedes Jahr, Du wolltest nichts anderes.
Ich denke an unsere Tannenbäume, ich musste sie doch immer schmücken, das sei meine Aufgabe, so hast Du beschieden und Dich ums Essen gekümmert.
Dieses Jahr, Hajo, wird hier das erste mal kein Tannenbaum stehen. Ich werde nicht da sein. Ohne Dich halte ich es hier nicht aus. Also fahre ich fort. Meine Schwester kommt und wir besuchen gemeinsam die Eltern. Ich werde nicht, wie all die Jahre zuvor, morgens, vor dem Schmücken des Baumes, an das Grab meiner Großeltern fahren, werde mich dort nicht an die Weihnachten meiner Kindheit erinnern, nicht ihre Stimmen hören und das Klappern des Geschirrs, wenn Oma das Festessen vorbereitete.
Das erste Mal nach so vielen Jahren. Mir ist schwer ums Herz, Hajo, Weihnachten ohne Dich, unser geliebtes gemeinsames Weihnachten.
Das erste Mal ohne Dich. Und ich will es noch gar nicht begreifen.
Wir haben es uns Weihnachten hier immer gemütlich gemacht. Immer. Wir haben beide dieses Fest geliebt. Und als dann Deine Krankheit kam, da verschwand so langsam die Freude aus Deinem Herzen. Da kam eine Schwere, die uns beide viel Kraft kostete. Und dennoch haben wir Weihnachten gefeiert, immer mit einer Flugente vom Carlsplatz. Und handgemachten Klößen. Jedes Jahr, Du wolltest nichts anderes.
Ich denke an unsere Tannenbäume, ich musste sie doch immer schmücken, das sei meine Aufgabe, so hast Du beschieden und Dich ums Essen gekümmert.
Dieses Jahr, Hajo, wird hier das erste mal kein Tannenbaum stehen. Ich werde nicht da sein. Ohne Dich halte ich es hier nicht aus. Also fahre ich fort. Meine Schwester kommt und wir besuchen gemeinsam die Eltern. Ich werde nicht, wie all die Jahre zuvor, morgens, vor dem Schmücken des Baumes, an das Grab meiner Großeltern fahren, werde mich dort nicht an die Weihnachten meiner Kindheit erinnern, nicht ihre Stimmen hören und das Klappern des Geschirrs, wenn Oma das Festessen vorbereitete.
Das erste Mal nach so vielen Jahren. Mir ist schwer ums Herz, Hajo, Weihnachten ohne Dich, unser geliebtes gemeinsames Weihnachten.
Das erste Mal ohne Dich. Und ich will es noch gar nicht begreifen.
Mittwoch, 24. November 2010
Aber Hajo, mein Liebster,
natürlich verzeihe ich Dir!! Ich weiß doch, wie schlecht es Dir ging, ich habe es doch täglich gesehen. Wie gerne hätte ich Dir geholfen, wie gerne hätte ich für Dich alles wieder heil gemacht, aber es ging ja nicht. Und natürlich weiß ich auch, dass Du um die Last wusstest, die Du mir aufgebürdet hast. Die Dunkelheit, die Dich umgab und aus der Du keinen Ausweg mehr gesehen hast. Ich weiß das alles, Hajo, und ich trage Dir nichts nach. Leben ist nicht immer Sonnenschein und Liebe heißt auch tragen können. Schweres wie Leichtes. Ich wünschte nur, Du hättest den Mut gehabt, mit mir über alles zu reden.
Dein jähes Ende, auch wenn es durch Deine schwere Krankheit vorgezeichnet war, ist mir immer noch unvorstellbar. Mir ist oft, als seiest Du noch da. Und ich denke so oft, das muss ich jetzt Hajo erzählen... und dann merke ich wieder einmal mehr, dass Du mir so fehlst.
Im Haus hat sich jetzt so vieles verändert, unser Freund Felix ist eingezogen, so wie wir es ja abgemacht hatten, und er stand genauso fassungslos vor Deinem plötzlichen Tod wie ich es tat und immer noch tue. Es ist so ein großer Schmerz in mir, auch wenn ich weiß, dass es Dir jetzt besser geht. Da, wo Du bist, musst Du nicht mehr leiden.
Ich gehe jetzt schlafen, Hajo, ich weiß nicht, ob man da, wo Du jetzt bist, auch schlafen geht, aber ich sage Dir dennoch gute Nacht.
Ich liebe Dich!
Dein jähes Ende, auch wenn es durch Deine schwere Krankheit vorgezeichnet war, ist mir immer noch unvorstellbar. Mir ist oft, als seiest Du noch da. Und ich denke so oft, das muss ich jetzt Hajo erzählen... und dann merke ich wieder einmal mehr, dass Du mir so fehlst.
Im Haus hat sich jetzt so vieles verändert, unser Freund Felix ist eingezogen, so wie wir es ja abgemacht hatten, und er stand genauso fassungslos vor Deinem plötzlichen Tod wie ich es tat und immer noch tue. Es ist so ein großer Schmerz in mir, auch wenn ich weiß, dass es Dir jetzt besser geht. Da, wo Du bist, musst Du nicht mehr leiden.
Ich gehe jetzt schlafen, Hajo, ich weiß nicht, ob man da, wo Du jetzt bist, auch schlafen geht, aber ich sage Dir dennoch gute Nacht.
Ich liebe Dich!
Dienstag, 23. November 2010
Lieber Hajo,
ich habe mich entschlossen, Dir auf diesem Weg zu schreiben, auch wenn ich weiß, dass Du mir keine Antwort senden wirst, jedenfalls nicht so. Aber ich muss mit Dir reden, ich weiß nicht wohin mit meiner Sehnsucht nach Dir und darum schreibe ich Dir.
Du fehlst mir so sehr. Der Abschied von Dir war nicht leicht für mich. Aber später mehr, ich wollte mich nur mal melden. Damit Du siehst, wie sehr ich an Dich denke. Vielleicht gibt es im Himmel ja auch Internet ;-))))
Du fehlst mir so sehr. Der Abschied von Dir war nicht leicht für mich. Aber später mehr, ich wollte mich nur mal melden. Damit Du siehst, wie sehr ich an Dich denke. Vielleicht gibt es im Himmel ja auch Internet ;-))))
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