Mein Liebster Hajo ist am 6. September 2010 ganz plötzlich an einer Lungenembolie gestorben. Vier Jahre habe ich ihn durch eine schwere Depression begleitet. Der Abschied fällt mir so schwer. Doch das Schreiben erleichtert mich und lässt mich ihm immer wieder nah sein.


Mittwoch, 6. Juli 2011

Morgenrot

Heute Morgen schaute ich aus dem Fenster und dachte an Dich. Den ganzen Tag dachte ich an Dich. Dann hatte ich einen Termin bei unserem Bankmann und wir sprachen über Dich. Und dann kam ich nach Hause und sah Dein Bild, wie Du in Hamburg in der Fußgängerzone standest.

Und in mir war ein Schmerz, den ich nicht beschreiben kann, Hajo, ich habe Dich so nah gespürt, so körperlich nahe, ich hätte Dich anfassen mögen, so nah warst Du mir.

Du fehlst mir. Dein Mut fehlt mir. Dein Stehaufmännchendenken fehlt mir. Dein Humor fehlt mir. Alles von Dir fehlt mir. Es war ein langer Abschied, denn schon lange vor Deinem Tod hast Du durch Deine Krankheit all das verloren. In mir ist ein Schmerz Hajo. Wir wollten gemeinsam alt werden. Es ist anders gekommen. Nun muss ich alleine weiter leben. Ich schaffe das, Du hättest das gewollt, ich weiß das, aber noch ist da vor mir dieser Berg aus Schmerz, aus Sehnsucht, aus Tränen und aus Vermissen.

Ich vermisse Dich unendlich. Unendlich.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ein Freund von mir hatte vor gut 2 Jahren Mutter und Lebensgefährten duch den Tod verloren.

Er hat beide Fotos aufgestellt und hält Zwiesprache. Er sagt, dass seine Freundin ihn überall hin begleitet.

smilla hat gesagt…

...
was kann man sagen?
lieben gruß, smilla

Christiane hat gesagt…

Das erste Jahr ist das schlimmste, all diese ersten Male, die man alleine über-lebt... mir halfen meine zwei Katzen sehr. Danach ist es nicht leicht, aber es geht doch weiter. Ich habe bei der Grönemeier CD auch immer so geweint! Weinen ist gut, schreiben ist gut, trauern ist gut.
Alles Liebe!
Christiane

Tim hat gesagt…

Ich bin rein zufällig auf dein Blog gestoßen. Ich bewundere sehr wie viel Zuneigung und Liebe du für deinen verstorbenen Mann empfindest. Ich bin mir sicher, wo immer er auch jetzt ist, dass er dies sehr schätzt. Er möchte bestimmt, dass du glücklich bist. So lange er in deiner Erinnerung ist, lebt er in dir weiter.